Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm

Viola M.

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Jährlich fallen in unserer Region mehrere tausende Kilo an Früchten an, die herunterfallen und als Fallobst verfaulen. Ein generelles gesellschaftliches Problem ist heutzutage die Lebensmittelverschwendung. Doch Fallobst kann trotz Druckstellen, Beschädigungen und Überreife für die Herstellung von Säften oder Most verwendet werden. Darum ist Fallobst kein Abfall!

Beschreibung

Nicht hängen lassen

Ausgewachsene Bäume können bis zu einer Tonne Äpfel tragen. Da kommt bei der Herbsternte in der Region ganz schön was zusammen. Aber lange nicht alle Früchte, die an den Bäumen heranreifen, erfahren zum Schluss auch eine Verwertung.

An Bäumen in öffentlichen Grünanlagen, entlang von Straßen und Wegen sowie von Besitzern, die nicht mehr die Zeit oder Lust haben, selbst zu ernten, bleibt Obst oft einfach hängen, um dann überreif als „Fallobst“ unter dem Baum, am Straßenrand oder zusammengekehrt auf dem Kompost zu vergammeln.

Ich fände es sinnvoll, wenn diese „vergessenen“ Früchte auch geerntet und genutzt werden. Als „Team- oder Projektarbeit“ plücken, sammeln und zwischenlagern lokale Gruppen diese Früchte (natürlich nur mit Genehmigung der Eigentümer) und verwerten diese selbst oder lassen sie in Keltereien zu Säften verarbeiten. So wird aus dem vermeintlichen „nutzlosen“ Obst ein leckeres und regionales Lebensmittel. Gruppen und Einzelinitiativen unterstützen sich über Dorfgrenzen hinweg gegenseitig. Vorhandene Bestände von Obstbäumen bleiben erhalten und vielleicht werden sogar die so landschaftstypischen Streuobstwiesen mit ihrem ökologischen Lebensraum für Insekten, Tiere und Pflanzen wiederbelebt.


Warum ist eine Lösung nötig?

Mir ist aufgefallen, dass vermehrt Früchte von „herrenlosen“ (d.h. in gemeindlichen oder privaten Besitz befindlichen, aber nicht mehr bewirtschafteten) Bäumen als „Fallobst“ auf öffentlichen Wegen und Straßen unbeachtet und ungenutzt liegen bleiben und verfaulen. Sie werden somit keiner Weiterverwertung zugeführt. Obstbäume sind ein schützenswertes Gut der Landschaft, weil kulturhistorisch, ökologisch und letztendlich ökonomisch bedeutsam. In Dörfern und Gemeinden werden die Gärten von Hausbesitzern leider immer pflegeleichter gestaltet (Ziersträucher und Einheitsgrün). In der Gesellschaft sollte das Bewusstsein geschärft werden, dass regionale Lebensmittel, wie z.B. Obst von Streuobstbäumen, mehr Wertschätzung erfahren und das Wegwerfen von Lebensmitteln nicht nachhaltig ist.

Welche Ideen hast du, um die Situation zu verbessern?

Gruppierungen, wie zum Beispiel Vorschulklassen in Kindergärten, Schulklassen, Vereine, Jugendgruppen, Umweltaktivisten usw. können als „Erntehelfer“ in ihrem Ort mit anpacken. Gemeinsam werden Obstbäume (natürlich nur mit Einwilligung der jeweiligen Besitzer oder Pächter) abgeerntet und das Fallobst aufgesammelt. Draußen in der Natur prägt die praktische Arbeit im Team das Bewusstsein und sensibilisiert den Umgang mit Lebensmitteln sowie das Interesse an Natur- und Landschaftspflege. Das gesammelte Obst kann von den Helfergruppen selbst verwertet werden oder z.B. in Keltereien abgegeben und zu Saft gepresst so als regionales Lebensmittel verarbeitet werden.

Wie stellst du sicher, dass deine Lösung nachhaltig ist?

Das Projekt „Dorf-Obsternte“ als festen Bestandteil im Jahreskalender der lokalen Gruppen und Vereine aufnehmen und umsetzen (vergleichbar mit von Landkreisen organisierten Aktionen wie „Frühjahrs-/Osterputz“). Wenn das Obst an Keltereien und Mostbetrieben abgegeben wird, fließt der erzielte Ertrag zurück an die beteiligten Dörfer/Gruppen z.B. für die Förderung von gemeinnützigen Projekten. Vorhandene Bestände von Obstbäumen bleiben langfristig erhalten und mit dieser Maßnahme erfolgt vielleicht sogar eine Nachpflanzung und somit die Wiederbelebung von Streuobstwiesen in Dörfern und Gemeinden.

Über Viola Mölter

Mein Name ist Viola, ich mache im nächsten Jahr mein Abitur und lebe in einem Dorf in der Nähe von Fulda. In meiner Freizeit tanze ich oder fahre mit meinen Freunden in die Rhön.

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