Von Jugendlichen für Jugendliche - Jugendmitbestimmung im ländlichen Raum stärken

Jonas-Paul G.

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In meiner kleinen, ländlichen Gemeinde (96528 Schalkau, Thüringen) fordert seit einiger Zeit ein Großteil der Jugendlichen nicht nur mehr Maßnahmen für die Jugend, sondern eine allgemeine Möglichkeit zur Mitbestimmung in den Beratungen und Entscheidungen des Stadtrates. Mit diesem Projekt möchten wir die Mitbestimmung in unserer Gemeinde stärken. Weitere Infos, welche Ziele wir noch verfolgen, seht ihr in der Beschreibung.

Beschreibung

Es gibt zurzeit quasi keine Möglichkeit der echten Mitwirkung an Entscheidungsprozessen in der Gemeindeverwaltung bzw. im Stadtrat. Viele junge Menschen haben Ideen, wie wir unsere Region besser machen, allerdings gibt es keine Möglichkeit, diese sachlich und ordentlich in politische Prozesse einzubringen.

Es gibt keinen Jugendtreff bzw. Jugendraum, was sehr schade ist, da wir keinen Rückzugsort besitzen und somit oft auf Bänke an Straßen und Supermärkten ausweichen. Leider sind wir hier nicht gerne gesehen und bei schlechtem Wetter wird es schnell ungemütlich.

In meiner Gemeinde gibt es wenige Freizeitaktivitäten außerhalb der Schule. Bis auf ein paar wenige Sport- und Kulturvereine gibt es nahezu keine Möglichkeit als Jugendlicher gemeinsam Zeit mit anderen Freunden zu verbringen.

Außerdem gibt es einige Skater, die sich über eine kleine Skate-Anlage freuen würden.

Auch beim Thema Mobilität lässt sich noch Einiges verbessern. Bus- und Bahnverbindungen sind zwar vorhanden, allerdings könnten auch diese weiter ausgebaut werden. Gerade am Wochenende und in den Abendstunden, sollte es mehr Verbindungen geben, um in größere, nahegelegene Städte zu kommen. Hierbei könnte eine Kooperation zwischen Mitwirkungsgremium, Stadtverwaltung und Kreisverwaltung (zuständig für Busverkehr) nützlich sein.

Warum ist eine Lösung nötig?

Eine Lösung ist nötig, weil in den letzten Jahren viel zu wenig für uns Jugendliche getan wurde. Wir wünschen uns mehr Beteiligung und Mitbestimmung. Erwachsene und Politiker reden oft selbst viel darüber, dass die Jugend in der Heimat gehalten werden soll, z. B. wegen Fachkräftemangel. Uns junge Leute hält es hier aber nur, wenn wir auch ernst genommen und unterstützt werden.

Welche Ideen hast du, um die Situation zu verbessern?

Um eine bessere Mitwirkung der Jugend zu gewähren, soll ein Mitwirkungsgremium gebildet werden. Dort sollen alle Jugendlichen ihre Probleme und Wünsche für eine bessere Jugendgemeinde anbringen und gemeinsam darüber diskutieren können. Daraus kann dann eine Empfehlung für den Stadtrat bzw. die Verwaltung abgegeben werden. In diesem Gremium sollen alle anderen Probleme selbstständig angegangen werden. Durch die Mitarbeit im Gremium kann man demokratische Prozesse hautnah miterleben.

Wie stellst du sicher, dass deine Lösung nachhaltig ist?

Das geplante Projekt soll nicht einmalig stattfinden, sondern sich fortlaufend weiterentwickeln. Mit steigender Beteiligung wird die Attraktivität unserer Gemeinde für die Jugend gesteigert. Somit werden wir zufriedener und bleiben eher auf dem Land. Das ist auch ein Vorteil für unsere Kleinstadt und die dazugehörigen 12 dörflichen Ortsteile, da so das Interesse am Leben im ländlichen Raum gestärkt wird. Unsere Idee der Mitwirkung kann auch als Beispiel für andere Gemeinden in Deutschland dienen, wo sich ebenfalls engagierte Jugendliche sich für die Belange Ihrer Generation einsetzen möchten.

Über Jonas-Paul Graßmuck

Ich bin Jonas, 15 Jahre alt und spreche hier für die Jugendlichen unserer Kleinstadt Schalkau mit 12 dörflichen Ortsteilen. Wir leben in einer wirklich schönen Ecke in Südthüringen, im Schaumberger Land. Vor kurzem habe ich in einer Schalkauer Firma eine Ausbildung zu meinem Traumjob Mechatroniker begonnen. Seit einigen Jahren engagiere ich mich bereits für die Interessen der Jugendlichen in unserer Stadt und in unserem Landkreis. Das hat sich einfach so entwickelt und es brennt mir auf der Seele, mich dafür einzusetzen. Als ehemaliger Schülersprecher unserer Gemeinschaftsschule, als Mitglied im Jugendforum Sonneberg, als ehemaliges Mitglied des Jugendparlaments, als Mitglied im Jugendhilfe- und Begleitausschuss und als Themenpate für Jugendarbeit in Projekten, welche vom Landkreis durchgeführt wurden, kann ich die Bedürfnisse und Wünsche meiner Generation gut verstehen und versuche eben auch, dafür zu sorgen, dass diese umgesetzt werden. Da in der Politik viel geredet und nicht so viel gemacht wird, möchte ich es nun einmal selbst anpacken. Alle Jugendlichen der Stadt Schalkau mit ihren Ortsteilen freuen sich über eure Votes!

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